Schwedischer Modekonzern H&M zieht Umsatzbilanz

17.06.2011

Der schwedische Modegigant H&M blieb im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 trotz einer leichten Umsatzsteigerung hinter seinem Hauptkonkurrenten Inditex zurück. Entgegen aller Erwartungen erwirtschaftete das Unternehmen lediglich 2 Prozent Gewinnsteigerung anstatt der prognostizierten 5,4 Prozent. Der schwedische Aktienmarkt reagierte mit einem Kursverlust von 2,5 Prozent.

Nachfrage in Europa schwächelt

Schuld an den geringen Gewinnen ist eine abnehmende Nachfrage in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern sowie die weltweit steigenden Baumwollpreise. Diese bekommt auch das Modeunternehmen Inditex, das unter anderem Muttergesellschaft der Kette „Zara“ ist, zu spüren. Anders als H&M expandierte der spanische Konzern jedoch vor allem im asiatischen und osteuropäischen Raum und konnte damit die geringen Umsätze in den Heimatmärkten ausgleichen.

Anzahl der Filialen ist gestiegen

Ernsthaft besorgt dürften die schwedischen Modemacher allerdings nicht sein: immerhin stieg die Anzahl der Filialen im vergangene Geschäftsjahr um über 200 auf 2.297. In die Umsatzzahlen fließt der Gewinn aus eben diesen aber noch nicht ein. Um eine Vergleichbarkeit zu gewähren werden lediglich die Gewinne aus Geschäften, die mindestens ein Jahr geöffnet sind, verzeichnet. Im kommenden Geschäftsjahr dürften die Zahlen also wieder steigen. Ein ausführlicher Bericht über das erste halbe Geschäftsjahr wird von H&M im Juni vorgelegt.

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