Uppsala

uppsala studentenUppsala in Mittelschweden ist mit knapp 130.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt und liegt im Osten Schwedens. Die Stadt ist durchzogen von kleinen Wasserläufen und vielen Grünflächen. Seit 1477 ist Uppsala Universitätsstadt und damit stark von seiner sehr jungen Bevölkerung geprägt.

Geschichte von Uppsala

Uppsalas Geschichte beginnt zu vorhistorischer Zeit. Das Gebiet war damals noch nicht christianisiert und der Sage nach wurde zu Ehren der Götter ein riesiger goldener Tempel in Alt-Uppsala errichtet. Dieser verschwand allerdings mit der Christianisierung des Landes.

Im Mittelalter erhielt Uppsala Stadtrechte. In der königlichen Domäne „Islandet“ wohnte der damalige Vogt und außerdem diente das Anwesen dem König bei Besuchen als Unterkunft. 1477 gründete Erzbischof Jakob Ulffson dann mit Erlaubnis des Papstes die zweitälteste Universität des Landes.

Im 16. Jahrhundert musste die Kirche dann ihre Machtposition an die schwedische Krone abgeben. Gustav Wasa der I. nahm das Kloster sowie den Großteil des kirchtümlichen Besitzes ein. Außerdem wurde die zugehörige Schule geschlossen. Viele Menschen verließen die Stadt. Erst der Bau des Schlosses brachte neuen wirtschaftlichen Aufschwung. Der Aufschwung setzte sich unter den Königen Erik XIV. und Johann III. fort.

Einen Rückschlag erlitt Uppsala nach dem Großbrand von 1702. Viele Gebäude, aber auch kulturelle Schätze wurden damals vernichtet. Die Stadt erholte sich nur sehr langsam von den Schäden. Mit dem Errichten einer Eisenbahnlinie von Stockholm nach Uppsala setzte sich der Aufschwang wieder fort.

Sehenswürdigkeiten

Gamla Uppsala ist eine riesige Grabanlage, die ungefähr 4 km außerhalb der Stadt liegt und ungefähr 300 Erdhügel umfasst. Die berühmtesten sind sicherlich die drei großen Grabhügel, in denen angeblich die Wikingerkönige Aun, Egils und Adils liegen sollen. Das Gebiet um die Grabhügel besitzt ein Stück heidnische Vorgeschichte. Angeblich soll hier im 10. Jahrhundert ein sagenumwobener Tempel errichtet worden sein. Zu Ehren der nordischen Götter wurden damals Tiere und Menschen vor dem Tempel geopfert und in dem angrenzenden Hain aufgehängt. Ein Ende fand dies erst mit dem aufkommenden Christentum. Im Gamla Uppsala Museum können Sie Funde aus verschiedenen Feuerbestattungshügeln besichtigen.

uppsala schlossEin weiteres Highlight der Region ist mit Sicherheit das Schloss Uppsala. Es wurde im 16. Jahrhundert vom König Gustav Wasa gebaut. Der wuchtige, rosafarbene Bau beherbergt im Südflügel das Uppsala Konstmuseum, in dem Ausstellungen über die letzen 500 Jahre Kunstgeschichte gezeigt werden. 1702 brannte das Schloss nieder, wurde aber knapp 50 Jahre später wieder vollständig aufgebaut. Unterhalb des Schlosshügels befindet sich der Botanische Garten in dem Sie über 10.000 Pflanzenarten bewundern können. Eine Besonderheit stellt das Tropenhaus, das 2007 wiedereröffnet wurde, dar.

Der gotische Dom ist ebenfalls eine beeindruckende Sehenswürdigkeit. 50 Jahre dauerten die Bauarbeiten und auch er fiel dem Großbrand 1702 zum Opfer. Im Nordturm befindet sich die Schatzkammer, in der das Schwert, die Silbermünzen und die goldenen Knöpfe, die Gustav Wasa einst mit ins Grab gegeben worden sind, ausgestellt sind.

Wenn Sie das Umland von Uppsala entdecken möchten, aber nicht das mit dem Auto fahren wollen, machen Sie eine Tour mit der Lennakatten, eine dampfbetriebene Schmalspureisenbahn, die bis zu 33 km weit ins Land hinein fährt. Los geht es von dem Museumsbahnhof Uppsala Östra, der sich hinter dem Hauptbahnhof befindet.

(Bildquelle: visulogik (oberes), The County Clerk (unteres))

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