Schwedische Filme bei der Berlinale 2012

10.02.2012
Auch schwedisch wird’s bei der diesjährigen Berlinale, bei der mehr als 10 Filme Jahr aus dem Land der Elche und blauen Seen auf dem Programm stehen. Die drei Filme „Isdraken“, „Kronjuvelerna“ und „Avalan“ bieten einen kleinen Einblick in das diesjährige Programm, das auch für Kinder und Jugendliche einige Highlights bereit hält.

Tragische Lebensgeschichten stehen im Mittelpunkt

„Isdraken“ erzählt die Geschichte des kleinen Mick, der in einer Vorstadt Stockholms wohnt und mit schwierigen Familienverhältnissen zu kämpfen hat. Seine Mutter ist tot, der Vater ein gescheiterter Rockmusiker der dem Alkoholismus verfallen ist. Micks einziger Lichtblick ist das Naturkundemuseum in das er sich jeden Tag nach der Schule flüchtet um den Gesängen der Wale zu lauschen. Als der Vater nach einem Alkoholexzess zusammenbricht und in eine Klinik eingeliefert wird, muss Mick zu seiner ungeliebten Tante nach Nordschweden ziehen. Nach einigen Startschwierigkeiten fasst Mick langsam Fuß in der neuen Umgebung. Sein Schicksal nimmt allerdings eine tragische Wendung, als das Jugendamt ihn in einer Pflegefamilie unterbringt.

Im Mittelpunkt von „Kronjuvelerna“ steht die Angeklagte Frangancia, die Richard, den Sohn eines mächtigen Fabrikanten, ermordet haben soll. Doch bevor es zur Verhandlung kommt wird die Geschichte der beiden Hauptfiguren erzählt, die schicksalhaft miteinander verbunden zu sein scheint. Seinen tragischen Lauf nimmt die Geschichte als Richard, der unsterblich in Frangencia verliebt ist, zurückgewiesen wird und kurz danach deren geistig behinderter Bruder spurlos verschwindet.

Avalon zeigt das Leben einiger Altrocker, die sich beharrlich gegen das Altern und das damit verbundene Erwachsenwerden sträuben. Partys, Rock `n Roll, Drogen und das Projekt eines eigenen Nachtclubs, der so heißen soll wie der Hit von Roxy Music, kennzeichnen das Leben von Janne und seiner Schwester Jackie, die in ihrem rücksichtslosen Lebensstil sogar über Leichen gehen.

Wer neugierig geworden ist, kann sich vom 9. bis zum 19. Februar bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin selbst ein Urteil über neue schwedische Filmkunst bilden.

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