Schweden sagen „Nein“ zum Euro

16.07.2010

Schwedens Einstellung zum Euro hat sich seit dem Volksreferendum 2003 bei dem 56 Prozent der Schweden gegen Einführung der Einheitswährung stimmten, weiterhin verschlechtert. Soviel wurde in einer kürzlichen Meinungsabfrage deutlich bei der 61 Prozent der Bevölkerung ganz klar Nein zum Euro sagten. Dieses Ergebnis bedeutet eine drastische Verschlechterung zur letzten Umfrage bei der sich nur 44 Prozent negativ äußerten. Gründe für die Ablehnung dürften vor allem in der gerade durchlebten Wirtschaftskrise zu finden sein, die Euro-Länder wie Griechenland fast in den Ruin stürzte und die das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung stark erschütterte.

Euro-Einführung bleibt ungewiss

Wie es mit der schwedischen Währung weiter geht ist größtenteils ungewiss. Die konservative Regierung will den Euro erst nach einem positiven Volksreferendum einführen, welches bei der derzeitigen allgemeinen schlechten Stimmung erst in ein paar Jahren stattfinden wird. Auf der anderen Seite hat sich das Land mit dem EU-Beitritt auch für die Einführung des Euros verpflichtet und kann nicht ewig an der schwedischen Krone festhalten. Bevor der Euro allerdings eingeführt werden kann, muss erst einmal eine wichtige EU-Bedingung erfüllt werden: Schweden muss mindestens 2 Jahre ohne Leitkursänderung am Wechselkursabkommen II teilgenommen haben, dessen Umsetzung bisher noch nicht erfolgte.

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