Saab und Volvo verkaufen an Chinesen

28.12.2009

Die schwedischen Automobilhersteller Saab und Volvo sind derzeit mit ständig wechselnden Meldungen in den Medien vertreten: diese berichteten von Verkaufszusagen, mehreren Dementis und sogar vom endgültigen Aus der US-Tochterfirmen. Nun zeichnet sich aber eine endgültige Tendenz ab: die Zukunft der vom Untergang bedrohten Firmen wird in die Hand der Chinesen gelegt. Die endgültige Konsequenz ist nun der Verkauf von Volvo an den privaten Autohersteller Geely. General Motors verkaufte einige Saab-Modelle an den chinesischen Autobauer BIAC. Die Entscheidung überrascht nicht, denn beide Automobilhersteller schrieben schon lange zeit Verlustzahlen. Die verzweifelte Lage des Volvo-Eigentümers Ford zeigt sich in den Verhandlungen um den Verkaufspreis: Geely zahlte nach langwierigen Verhandlungen lediglich ein Drittel der Summe die der Mutterkonzern gefordert hatte.

Verkauf ruft nicht nur positive Reaktionen hervor

Gewerkschaftler, Zulieferer und Beschäftigte zeigten allerdings nicht nur aus diesem Grund äußerst verhaltene Begeisterung. Saab und Volvo seien schwierige Marken und unterscheiden sich zudem technisch kaum mehr von den europäischen Massenherstellern Opel und Ford Europe. Lieferanten sehen außerdem die Gefahr, dass ihre Spitzentechnik in den östlichen Ländern kopiert werden könne. Zudem wird sich die Produktion in der Zukunft mehr und mehr nach China verlagern um den dortigen Markt schneller beliefern zu können. Inwieweit bisherige Werke und damit verbundene Arbeitsplätze in Schweden Bestand haben werden ist somit fraglich. Positiv ist allerdings die Chance, die der nun zollfreie Zugang zum chinesischen Markt bietet. Volvo habe so die Möglichkeit seine bisherigen Verkaufszahlen zu verdoppeln.

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