Östersund am Storsjön

In der schwedischen Provinz Jämtlands Iän liegt das 44.000 Einwohner große Städtchen Östersund direkt am Storsjön See. Die Stadt  wurde gegen Mitte des 18. Jahrhunderts als zentraler Standort in Schweden von Gustav dem III. gegründet. Die sich entwickelnde Holzindustrie verhalf Östersund nach einigen Anlaufschwierigkeiten zu einem enormen Bevölkerungszuwachs. Aufgrund der strategisch günstigen Lage wurde die Stadt zum wichtigen Garnisonstandort im Land.

Marktplatz „Stortorget“

Das Herzstück der Stadt bildet der zentrale Platz, der „Stortorget“, der architektonisch der Renaissance nachempfunden wurde. Hier findet jährlich eines der größten Musikfestivals Skandinaviens, das „Storsjöyran“, statt. Traditionell in der Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts verwurzelt, bleibt das Festival auch  heute noch seinem „Rock and Roll“-Image treu: Bands wie Motörhead, Iggy Pop, Skunk Anansie, Kaizers Orchestra oder King of Leon waren in den vergangenen Jahren in Östersund zu Gast.

Traditionelles Freilichtmuseum

Das Freilichtmuseum der Stadt, das „Jamtli Historieland“, lockt mit einem einmaligen Erlebnisangebot vor allem Familien und Kinder zu einem Besuch. In dem Museum wird auf lebhafte Art und Weise das Leben und die Kultur der Bewohner Norrlands dargestellt. Besucher dürfen sich auf Geschichte zum Anfassen freuen: Eine Sennerei, in der aus Sahne Butter  gestampft wird, sowie eine alte Brotbäckerei laden zum Verweilen ein. Auf einem Bauernhof können Besucher sich- in original historische Kostüme gekleidet- dem Ziegenhüten oder Küheversorgen widmen.

Sehenswertes in der Umgebung

Die größte Insel der Region, Frösön, lädt mit ihrer grünen Landschaft zu ausgedehnten Wandertouren ein. Passenderweise verdankt sie ihren Namen der nordischen Fruchtbarkeitsgöttin „Frö“. Weiterhin bietet der Storsjön großartige Angelmöglichkeiten für Fischfreunde. Daneben lockt der fünftgrößte See Schwedens mit einer sagenumwobenen Geschichte vor allem neugierige Touristen und Parawissenschaftler an. In dem 450 Quadratmeter großen Gewässer, soll á la Nessie, ein schlangenhaftes Seeungeheur leben, das erstmal bereits im 17. Jahrhundert gesichtet wurde. Von 1986 bis 2005  wurde dieses sogar von der Regionalregierung der Provinz Jämtland unter Artenschutz gestellt. Auf der Insel Frösön kann ein Runenstein besichtigt werden, der ein schlangenähnliches Tier zeigt, das im Lauf der Geschichte immer wieder mit dem Storsjön-Ungeheuer in Verbindung gebracht wurde.

(Bildquelle: charlotteshj)

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