Nordische Literaturtage in Hamburg

25.11.2011

Vom 21. bis zum 25 November fanden im Hamburger Literaturhaus zum 13. Mal die Nordischen Literaturtage statt. Fünf Tage lang standen elf Autorinnen und Autoren aus Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark und Island im Mittelpunkt des Festivals.

Schwedische Autoren stellen sich vor

Vorgestellt wurde unter anderem der Debütroman des Schweden Jonas Jonasson, der mittlerweile nicht nur Schweden Bestseller-Erfolge feiert. In „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ schildert er die abenteuerliche Flucht des Allan Karlssons aus einem Altenheim anlässlich seines 100-jährigen Geburtstages. Daneben erfährt der Leser die absurde und wahnsinnig komische Lebensgeschichte der Hauptfigur, die im Laufe der Jahre mehr zufällig als gewollt bei allen wichtigen historischen Ereignissen der Welt mitmischt.

Als zweites Highlight aus Schweden, stellt der in Göteborg geborene Schriftsteller mit griechisch-schwedischen Wurzeln, Aris Fioretos, seinen Auswanderer-Roman „Der letzte Grieche“ vor. Die Hauptfigur Jannis Georgiadis, Sohn eines griechischen Bauern, lässt sein Heimatdorf nahe der bulgarischen Grenze zurück, um im kalten Schweden sein Glück zu suchen. In zahlreichen, nicht zusammenhängenden Anekdoten beschreibt der Autor satirisch, einfühlsam, komisch und auch erschütternd ehrlich das Leben des Auswanderers, das von Sehnsucht, Fremdsein aber auch Freude eines Neuanfangs und dem Traum einer besseren Zukunft geprägt ist.

Literaturtage enden am heutigen Freitag

Besucher haben heut noch Gelegenheit, die Vorstellung des Debütromans der in Finnland geborenen Autorin Susanna Alakoski zu erleben. In „Schweinehäusern“ was ihr Romantitel „Svinalängorna“ wörtlich übersetzt bedeutet, wird der harte Alltag des Mädchens Leena beschrieben, das mit ihrer Familie in einer ärmlichen Siedlung für finnische Gastarbeiter im schwedischen Ystad lebt. Im Deutschen erschien der düstere, aber auch hoffungsvolle Roman unter dem Titel „Bessere Zeiten“.

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