Mutmaßlicher Heckenschütze soll weitere Migranten erschossen haben

21.12.2010

Der mutmaßliche Heckenschütze, der die kleine schwedische Stadt Malmö in Aufruhr versetzte und Anfang November von der schwedischen Polizei gefasst wurde, hat neben den bisher bekannten Morden und Mordversuchen womöglich weitere Taten begangen. Insgesamt wird der 38-jährige Verdächtige nun in drei Mordfällen und 12 Mordversuchen angeklagt.

Täter ist vermutlich psychisch krank

Zu den neu bekannt gewordenen Opfern zählen ein 66-jähriger und ein 28-jähriger Migrant, die beide 2003 ermordet wurden. Der 66-jährige wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden und der 28-jährige auf dem Weg zur Arbeit erschossen. Die weiteren Mordversuche ereigneten sich zwischen 2003 und 2006. Der mutmaßliche Heckenschütze sitzt derzeit in Untersuchungshaft und weist die ihm zur Last gelegten Vorwürfe zurück.  Laut eines vorläufigen psychatrischen Gutachtens ist es möglich, dass der Verdächtige psychisch krank ist.

Staatsanwaltschaft prüft Verdachtsfälle

Der Heckenschütze von Malmö hielt monatelang ganz Schweden in Atem. Er schoss seine Opfer, die er offensichtlich nach ihrem ausländischen Aussehen aussuchte, meist aus dem Hinterhalt an. Oft wählte er Personen aus, die an Bushaltestellen warteten und so leicht zur Zielscheibe wurden. Wieviele Fälle dem mutmaßlichen Täter nun tatsächlich vorzuwerfen sind, ist von der schwedischen Staatsanwaltschaft in den kommenden Wochen zu prüfen.

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