Kreuzfahrtschiff liegt vor schwedischer Küste

17.05.2011

Vor der schwedischen Ostküste harrten seit Sonntag früh 1700 Passagiere auf dem Kreuzfahrtschiff „MSC Opera“ aus, das wegen eines totalen Stromausfalls an Bord antriebslos auf dem Meer trieb. Das in Panama registrierte Schiff, das seine Passagiere eigentlich in 11 Tagen quer über die Ostsee bringen sollte, musste nun von einem Schlepper in den schwedischen Hafen Nynäshamn gezogen werden.

Hygieneeinrichtungen fielen komplett aus
Wodurch der Stromausfall, der die komplette technische Anlage der „MSC Opera“ lahmlegte, verursacht war, ist bislang noch ungeklärt. Bereits am Vortag hatte die Besatzung mit Ausfällen zu kämpfen, die aber zunächst durch ein Notstromaggregat ausgeglichen werden konnten. Ein zweiter Stromausfall legte dann am Sonntagmorgen auch dieses lahm. Am stärksten betroffen waren die Hygieneeinrichtungen an Bord: Die hauptsächlich italienischen Gäste mussten fortan ohne Duschen, Toilettenspülungen und warmes Essen auskommen. Eine Notunterbringung auf der Insel Gotland scheiterte an fehlenden Unterbringungsmöglichkeiten.

Passagiere flogen von Stockholm in die Heimat
Am Montag hatte die vermeintlich erholsame Kreuzfahrt dann ihr endgültiges Ende. Die Passagiere, unter denen sich auch 124 Deutsche befanden, wurden mit Bussen zum Stockholmer Flughafen gebracht und traten von dort mit extra gecharterten Flugzeugen die Heimreise an.

Die 2004 erbaute  „MSC Opera“ gilt eigentlich als äußerst modernes Schiff und wird von der italienischen Reederei MSC betrieben.  Diese entschuldigte sich für den Vorfall in aller Form und bot allen Reisenden einen Gutschein für eine neue Kreuzfahrt im kommenden Jahr an.

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