Filmtipp: „Simon“ – die Verfilmung eines schwedischen Bestsellerromans

29. Juni 2012
Die schwedische Regisseurin Lisa Ohlin schuf mit der Verfilmung des Romans „Simon“  von Marianne Fredriksson einen bildgewaltigen Familienepos, in dessen Mittelpunkt das Schicksal zweier Familien im Schweden der 40er und 50er Jahre steht.

Es ist die Zeit des aufkommenden Zweiten Weltkrieges als sich die beiden Jungen Simon und Isaak kennenlernen und anfreunden. Simon lebt mit seinen Eltern in einem Haus am Rande von Göteborg. Sein Vater ist ein einfacher Schreiner, dessen Leidenschaft das Boxen ist. Simon hingegen ist ein sensibler, verträumter Junge, der seine Zeit am liebsten mit Lesen verbringt. Die Beziehung der beiden ist von Unverständnis und Distanz geprägt.
Isaak ist mit seinen jüdischen Eltern aus Deutschland nach Göteborg geflohen. Sein gebildeter und kulturinteressierter Vater Ruben, der in Deutschland ein reicher Buchhändler war, wird zur wichtigen Bezugsperson für Simon, der in der Freundschaft das Verständnis und die Nähe findet, die er zu seinen Eltern oft vermisst. Als Simon herausfindet, dass er adoptiert wurde und seine leiblichen Eltern ebenfalls jüdischer Herkunft sind, begibt er sich zusammen mit Ruben auf die Suche nach seinen Wurzeln. Die Reise wird zur emotionalen Achterbahnfahrt, nach der nichts so bleibt wie zuvor.

Überzeugende Schauspieler und kraftvolle Bilder

Neben herrlichen Landschaftsaufnahmen der südschwedischen Landschaft und einer glaubhaft aufgebauten Geschichte überzeugen vor allem die brillant spielenden Schauspieler in ihren Rollen. Jan Josef Liefers, der deutsche Schauspieler, der sich hierzulande vor allem durch seine Rolle als schrulliger Gerichtsmediziner des Münsteraner Tatort einen Namen machte, ist die Idealbesetzung für die Rolle des  jüdischen Familienvater Ruben Lentov, für die er sogar eigens noch im Vorfeld etwas schwedisch lernte. Weiterhin überzeugen in der Rolle des „Simon“ der schwedische Newcomer Bill Skarsgård und in den Rollen der weiteren Elternteile Katharina Schüttler, Helen Sjöholm und Hermann Bayer. In Deutschland startete der Film am 28. Juni in den Kinos.

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