Erstmals kein neuer IKEA-Standort

02.11.2009

Der schwedische Möbelkonzern IKEA nimmt in diesem Jahr in Deutschland erstmals keinen neuen Standort in Betrieb. Deutschlandchefin Petra Hesser legte vergangene Woche in Frankfurt die Bilanzzahlen für das Geschäftsjahr 2008/2009 vor. Obwohl IKEA ein Plus erwirtschaftete, legt der Möbelgigant nun eine Expansionspause ein. Schuld sei die derzeitige internationale wirtschaftliche Unsicherheit. Die Eröffnung des geplanten Einrichtungshauses in Berlin soll nun erst 2010 stattfinden, die Filialen in Hamburg und Lübeck werden sogar erst 2012 eingeweiht.

Das Unternehmen reagiert damit einerseits auf den drohenden Anstieg der Arbeitslosenquote, der eine gedrückte Konsumstimmung zur Folge habe könnte. Andrerseits werde befürchtet, dass neue Filialen lediglich den alten Standorten Kunden entziehen würden. Der europäische Markt ist weitestgehend gedeckt und kann nun nur noch erweitert werden.

Einbruch im Online-Handel

Als weitere Maßnahme gegen die Kaufzurückhaltung sollen nun die Möbelpreise im kommenden Jahr konstant gehalten werden. Zuletzt konnten sinkende Kundenzahlen nur noch durch Preiserhöhungen ausgeglichen werden. Auch im Bereich des Online-Handels treten Schwankungen auf. Hier ist ein Einbruch von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verbuchen. Dies überrascht nicht unbedingt: Das Unternehmen setzt weitaus weniger auf eine umfassende Onlinepräsenz als ähnliche Anbieter. Der Schwerpunkt liegt bei dem Erleben des Kunden im Einrichtungshaus, so Hesser.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Trotz dieser leichten konjunkturellen Unsicherheiten betont IKEA, dass man mit dem Ergebnis allgemein zufrieden sei. Die weltweite Wirtschaftskrise soll keine Auswirkungen auf geplante Investitionen haben und es sei keine Schließung der bisher 45 in Deutschland bestehenden Filialen geplant.

weitere Beiträge

Tags: , ,