Aufklärung über Roma-Kultur in Schweden

04. September 2012
Noch bis zum 9. September können Besucher im Innenhof des Upplandsmuseet in Malmö einen originalen Holzwohnwagen aus dem Jahr 1954 besichtigen, der Teil einer Informationskampagne über die seit 500 Jahren in Schweden existierende Roma-Kultur ist, die von dem Roma Cultural Centre 2011 ins Leben gerufren wurde. Schulklassen und andere Besucher bekommen hier einen Einblick in die Lebensart des „resandefolket“ (deutsch: „reisende Leute“), die lange Zeit gezwungen war in einfachen Holzwaggons durch Schweden zu ziehen, bevor ihnen in den 1960er Jahren das Recht zugesprochen wurde sesshaft zu werden und reguläre Schulen zu besuchen. Heute leben rund 40.000 bis 50.000 Roma in Schweden, wobei Angaben zur genauen Herkunft in offiziellen Statisken meist fehlen.

Initiative für mehr Integration

Obwohl die Geschichte der Roma in Schweden vor über einen halben Jahrtausend in Schweden ihren Anfang nahm und die Bevölkerungsgruppe zu einer der 5 anerkannten Minderheiten gehört, hat eine erfolgreiche Integration in Schweden bislang nur teilweise stattgefunden- ein Großteil der Roma Bevölkerung ist arbeitslos, die Kinder besuchen teilweise nicht einmal die Grundschule. Hartnäckige Vorurteile, besonders gegenüber den aus Südosteuropa neu zuwandernden Roma, verstärken die Problematik, gegen die die schwedische Allianzregierung nun gezielt ankämpfen möchte. Mit Hilfe eines ins Leben gerufen Rahmenprogramms, das in den Städten Göteborg, Helsingborg, Linköping, Luleå und Malmö starten soll, wird eine Gleichberechtigung der Roma in den nächsten 20 Jahren angestrebt. In Schweden wird das Jubiläumsjahr des 500-jährigen Bestehen der Roma mit landesweiten Events wie dem Nordic Romani Festival vom 19. Bis zum 21. Oktober in Stockholm geehrt.

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