Schwedische Tradition: Krebsessen und Surströmmingsfest

tradition krebsessenAm Ende des Sommers gibt es das traditionelle Krebsessen, das den Anfang der Krebsfangsaison einläutet. Da der Krebsfang in Schweden allerdings streng reglementiert ist, werden für das Essen auch tiefgekühlte, schon fertig nach schwedischem Rezept in Dillsud gekochte Exemplare aus dem Ausland verwendet.

Die Krebse werden dann in fröhlicher Runde mit einer Menge Käsebrote als Beilage verzehrt, dazu wird reichlich Aquavit getrunken. Teilnehmer müssen sich mit bunten, spitzen Hüten und Papierlätzen ausstaffieren. Wer kann fängt die Krebse natürlich lieber selber. Die Zubereitung ist allerdings nichts für tierliebe Gemüter: Die Tiere müssen lebend in den kochenden Sud mit Dillblüten geworfen werden.

Surströmmingsfest

Das zweite große Festtagsessen ist das Surströmmingsfest, das ebenfalls im Spätsommer stattfindet. Die Meinungen über das Event gehen allerdings weit auseinander. Die Zubereitung des Herings, der Gegenstand des Festessens ist, stellt auch wirklich eine Besonderheit dar.

Er wird bereits im Frühjahr gefangen und gärt die nächsten Monate in Salzlake. Ungefähr 4 Wochen vor dem Fest wird er dann in Konserven gelagert und gärt weiter. Die Folge ist, dass sich die Konserven verformen und Boden und Deckel sich nach außen wölben. Der unter Druck stehende Behälter sollte deswegen unter Wasser geöffnet werden. Der Hering sendet nun einen äußerst unangenehmen Fäulnisgeruch aus und schreckt viele vor dem Verzehr ab.

Geschmacklich soll der Fisch aber eine Delikatesse sein und würzig-streng schmecken. Gegessen wird der Hering in einem, mit Kartoffeln und gehackten Zwiebeln gefüllten, Klappbrot. Getrunken wird zum Surströmmingsfest natürlich ebenfalls Aquavit.

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(Bildquelle: knucklesknuckles)

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