Kunst und Malerei in Schweden

kunstBis ins 19. Jahrhundert gab es in Schweden keine besonders typisch schwedische Kunst. Der Adel importierte vielmehr Werke oder Künstler aus Mitteleuropa. So kommt es, dass flämische, niederländische, aber auch französische und deutsche Einflüsse die Schlösser und Museen Schwedens prägen.

Nordischer Impressionismus

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich dann eine Richtung, die sich Nordischer Impressionismus nannte und von einer Künstlergeneration geschaffen wurde, die sich der Nationalromantik zugehörig fühlte. 1885 wurde der Künstlerverband Opponenterna ins Leben gerufen. Thematisch verarbeiteten sie in ihren Werken die Natur und das einfache Leben auf dem Land. Berühmte Künstler waren Anders Zorn (1860-1920) oder Carl Larsson (1853-1919).

20. Jahrhundert

Im 20. Jahrhundert gewann die Bildhauerei an Bedeutung. Prägender Künstler war Carl Milles (1875-1955). Seine berühmtesten Werke sind der Orpheus-Brunnen vor dem Konzerthaus in Stockholm, der Poseidonbrunnen am Götaplats und der Europa-Brunnen in Halmstad. Beeinflusst wurde Milles dabei entscheidend von seinem Studium in Paris.

Pop-Art Einflüsse

Ab den 60er Jahren kamen Pop-Art Einflüsse aus Amerika nach Schweden. Beispiele hierfür sind die bunte Staumauer bei Jokkmokk oder die Arrangements aus Comic-Versatzstücken von Öyvind Fahlström (1928-76). Schwedische Kunst ist heute auch international stark anerkannt und in fast allen schwedischen Städten gibt es zahlreiche Museen oder Ausstellungshallen, in denen Werke zeitgenössischer Künstler zu besichtigen sind und so ein Bild der aktuellen Kunst in Schweden entstehen lassen.

(Bildquelle: jonhurd)

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