Arbeiten in Schweden

131932697_65aa6ae468_b1Schweden ist als Auswanderland bei den Deutschen äußerst beliebt. Kein Wunder: eine herrliche Landschaft mit ewigen grünen Wäldern, tiefblauen Seen, Gebirgszügen und einer malerischen Küste sowie einladende Bräuche und metropolische Großstädte machen das Land nicht nur zu dem perfekten Reiseziel, sondern locken auch immer mehr Menschen dauerhaft in den Norden. Um diesen Auswander-Traum Wirklichkeit werden zu lassen, sind im Vorfeld einige Organisationen zu tätigen. An oberster Stelle steht hier die Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz.

Fachkräftemangel  im Gesundheitswesen und im Handwerk

Auf den ersten Blick scheint der schwedische Arbeitsmarkt recht aussichtsreich für ausländische Arbeitssuchende. In vielen Bereichen herrscht konkreter Fachkräftemangel und deutsche Arbeitnehmer werden aufgrund ihres Rufes pflichtbewusst und zielstrebig zu sein, gern genommen.  Besonders rar ist qualifizierte Personal in jeglichen Handwerksberufe sowie im Gesundheitswesen. Wen es in ländliche Gebiete zieht muss sich auf längere Arbeitssuche gefasst machen. Der Hauptwirtschaftszweig, die Forstwirtschaft, die in den vergangenen Jahrzehnten zum größten Arbeitgeber gehörte, ist stark von Rationalisierung gekennzeichnet. Die Folgen sind eine erhöhte Arbeitslosenquote sowie eine starke Land-Stadt-Flucht.

Schwedisch lernen ist von Vorteil

Trotz der positiven Grundbedingungen, die in Schweden herrschen, sollte man einige Qualifikationen mit sich bringen, um auf dem schwedischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. An erster Stelle steht hier das Beherrschen der schwedischen Sprache. Zwar reichen vielen Arbeitgebern gute Englischkenntnisse aus, trotzdem ist das Erlernen des Schwedischen- allein aus Integrationsgründen- fast immer von Vorteil. Die Sprache muss allerdings keinesfalls perfekt beherrscht werden, bevor es endgültig nach Schweden geht. Englisch wird überall gut verstanden und aufgrund der guten Handelsverbindung zu Deutschland kommt man in vielen Unternehmen sogar erst einmal mit Deutsch aus. Einmal in Schweden angekommen werden für Einwanderer oft kostenlose Sprachkurse angeboten und durch ganz alltägliche Gespräche mit Einheimischen  lernt man das Schwedische sowieso am schnellsten.

Jobsuche und Bewerbung

Wer konkret einen Job sucht wendet sich am besten an die staatlichen Arbeitsvermittlungsdienste. Sie können natürlich auch von Zuhause aus die gängigen Jobbörsen durchforsten oder direkt vor Ort in den Stellenanzeigen der Tageszeitungen suchen. Als EU-Bürger ist die Einreise vollkommen unproblematisch. Wer allerdings länger als drei Monate im Land bleiben möchte, muss unter Vorlage einer Arbeitsbescheinigung eine Aufenthaltserlaubnis beantragt werden. Eine Arbeitserlaubnis brauchen EU-Bürger in Schweden übrigens nicht.
Bei der Bewerbung gilt zu beachten, dass sie möglichst individuell und persönlich verfasst sein sollte. Bestenfalls schreiben sie auf Schwedisch, wenn dies allerdings noch nicht sicher beherrscht wird, ist fehlerfreies Englisch vorteilhafter. Der Ton sollte höflich und korrekt sein, allerdings nicht zu steif- die Schweden sind keine Freunde von strengen Formalitäten. So ist es beispielsweise auch üblich potentielle Arbeitgeber mit dem Vornamen anzusprechen.

Übrigens: Schweden bietet ideale Voraussetzungen für berufstätige Paare mit Kindern. Das Betreuungsnetz in Schweden ist bestens ausgebaut und die meisten Arbeitgeber ermöglichen ohne Weiteres eine flexible Einteilung der Arbeitszeit.

(Bildquelle: striatic)

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