Alternativer Nobelpreis in Stockholm verliehen

10.12.2012

Der alljährlich von der Stiftung „Right Livelihood Award Foundation“ in Schweden vergebene „Alternative Nobelpreis“ ging diesjährig an die afghanische Frauenrechtsaktivistin Sima Samar, den US-Friedensforscher Gene Sharp sowie eine britische Stiftung gegen Waffenhandel. Die Preisverleihung fand am 7.12.2012 im schwedischen Parlament in Stockholm statt. Der türkische Umweltschützer Hayrretin Karaca wurde mit einem Ehrenpreis bedacht.

Entstehung des Alternativen Nobelpreises

Der mit 150.000 Euro dotierte „Right Livelihood Award“  wurde 1980 von dem deutsch-schwedischen Philatelisten und Journalisten Jakob von Uexküll ins Leben gerufen, um das Engagement von Menschen und Institutionen in Bereichen zu ehren, die nicht von den traditionellen Nobelpreisen abgedeckt sind. Die Kategorien des Alternativen Nobelpreis sind deswegen weiter gefasst und zielen auf die Arbeit an Lösungen für dringende Probleme unserer Zeit in den Bereichen Umwelt, Bildung, Menschenrechte, Armut, Gesundheit, Abrüstung und anderen ab.

Verwendung der Preisgelder

Das Preisgeld, das sich lediglich aus Spenden rekrutiert, wird zu gleichen Teilen unter den drei Preisträgern aufgeteilt und soll den unterschiedlichsten Zwecken zugute kommen. Sima Samar möchte Stipendien ins Leben rufen, die afghanischen Frauen die Möglichkeit zu einer höheren Ausbildung bieten. Gene Sharp setzt sich für weiterführende Studien der Albert-Einstein-Institution zum gewaltfreien Handeln ein und die britische NGO „Campaign against Arm Trades“ investiert in neue Kampagnen, die den  Kampf gegen den Waffenhandel vorantreiben sollen.

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