Schweden in der EU

euSchweden ist seit 1995 Mitglied der EU. Der Beitritt wurde von der Bevölkerung mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Einerseits profitiert Schweden in einigen Bereichen stark von der Gemeinschaft. Ein Beispiel hierfür sind die agrarwirtschaftlichen Subventionen. Andrerseits will sich das Land ungern allen europäischen Richtlinien beugen. Der Währungsunion wollen sich die Schweden etwa nicht anschließen.

Der Euro in Schweden?

Im Sommer 2003 stimmten knapp 56 Prozent bei einem Volksreferendum gegen die Einführung des Euros und damit die dritte Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion. Das Referendum wurde von einem tragischen Vorfall überschattet: Die damalige schwedische Außenministerin Anna Lindh, die sich sehr für die Integration Schwedens in die EU eingesetzt hat, wurde am Vortag der Entscheidung ermordet.

Die Abneigung gegen die Union ist traditionell verankert. Schweden hat sich seit der Abkehr von militärischer Aktivität stets um eine neutrale Position bemüht und auch aus den beiden Weltkriegen weitestgehend rausgehalten.

Ziele in der EU

Die Ziele, die Schweden innerhalb der EU-Politik anstrebt, liegen in den Bereichen Beschäftigung, Umwelt, Transparenz der europäischen Institutionen und die Erweiterung der EU auf die europäische Agenda. Schweden spricht sich aber gegen eine Erweiterung der Kompetenzen der EU aus. Es möchte seine Souveränität innerhalb der Gemeinschaft aufrechterhalten und nicht an eine weit entfernte Institution abgeben.

Schweden gehört in der EU zu den Nettozahlern. D.h. Schweden zahlt mehr in die EU ein, als es an Geldern zurückbekommt.

(Bildquelle: opendemocracy)

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