Die Öresundsundbrücke verbindet Schweden mit Dänemark

oresundbruecke36 Minuten dauert die Fahrt vom dänischen Kopenhagen ins schwedische Malmö, und das obwohl die beiden Länder durch eine Meerenge voneinander getrennt sind. Möglich macht es die im Jahr 2000 eröffnete Auto- und Eisenbahnbrücke über den Öresund, der zwischen Ostsee und Kattegatt liegt.

Ganz billig ist die Überfahrt nicht, Autofahrer zahlen 26 Euro, Lastwagenfahrer 106 Euro, aber irgendwie müssen die Baukosten für das immense Projekt wieder reingeholt werden.

Anfängliche Skepsis weicht Begeisterung

Diese waren auch der Grund für eine anfängliche Skepsis der Bevölkerung. Doch tatsächlich erwies sich die Brücke als völkerverbindende Goldgrube. Mehr als 17.000 Pendler überqueren täglich den Öresund. Insgesamt 30.000 Menschen arbeiten auf beiden Seiten in neu angelegten Lebensmittel-, Pharma- und Biotechnologie-Firmen.

Zwei Länder wachsen zusammen

Vor dem Bau der Brücke dachten die meisten Dänen jedoch nicht im Geringsten daran, nach Schweden hinüberzufahren. Die Begeisterung für eine Verbindung beider Länder lag wohl mehr auf der Seite der Schweden. Diese fühlten sich von dem Großstadtflair Kopenhagens und dem dort etwas billigerem Alkohol angezogen.

Mittlerweile haben aber günstige Lebenshaltungskosten rund zehntausend Dänen davon überzeugt auf schwedisches Gebiet umzusiedeln. Der Wandel, der durch die Öresundbrücke ausgelöst wurde, macht sich auch architektonisch bemerkbar. Auf Schwedens Seite der Turning Torso, auf Dänemarks Seite die Kunststadt Örestadt. Beides Symbole des Aufbruchs und des kulturellen Austauschs beider Länder.

(Bildquelle: supermaskinen)

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